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Bezirksmeisterschaften in Erlangen, Hannah Stockbauer Halle am 4. und 5.7.2026

Erstellt von Anke Gierer | | Schwimmen

Zwei lange Wettkampftage, starke Konkurrenz aus ganz Mittelfanken und viele emotionale Momente – die Bezirksmeisterschaften in Erlangen boten für unsere Leistungsschwimmerinnen und Leistungsschwimmer alles, was den Schwimmsport ausmacht.

Nach einem Qualifikationszeitraum der vom 31.07.2025 bis 25.06.2026 stattfand und in dem unsere Aktiven (insgesamt 20 an der Zahl) mit vielen hervorragenden Leistungen die erforderlichen Qualifikationszeiten erreichten, ging es nun auf der 50-Meter-Bahn in Erlangen final darum, das eigene Können unter Beweis zu stellen.

Mit viel Ehrgeiz und Einsatz stellten sich unsere Athleten der Herausforderung auf der Langbahn. Besonders unsere jüngeren Aktiven konnten sich über zahlreiche persönliche Bestzeiten freuen und zeigten eindrucksvoll, wie sehr sie sich im vergangenen Jahr weiterentwickelt haben. Jeder Start wurde mit großem Einsatz absolviert, und auch gegen starke Konkurrenz gaben alle bis zum letzten Meter ihr Bestes.

Mindestens genauso beeindruckend wie die sportlichen Leistungen war der Zusammenhalt innerhalb des Teams. Von den ersten Starts am Samstagmorgen bis zu den letzten Rennen am Sonntagabend wurde angefeuert, mit gefiebert und gemeinsam gejubelt. Trotz der langen und kräftezehrenden Wettkampftage hielt die Mannschaft zusammen und unterstützte sich gegenseitig.

Für die 1. Leistungsmannschaft starteten an diesem Wochenende 11 SchwimmerInnen.

Ben McCarthy(2011) überzeugte bei seinem Auftritt über 50m F und 100m Brust. Er verbesserte sich auf beiden geschwommen Strecken und setzte damit für sich einen versöhnlichen Saisonabschluss.

Johnny Rehberger (2008), mittlerweile mit viel Wettkampferfahrung ausgestattet, erlebte ein eher durchwachsendes Wochenende. Wegen schulischer Verpflichtungen konnte er im Vorfeld der Meisterschaften nicht viel trainieren , deshalb reichte es für ihn auch nicht zu Spitzenleistungen. In seinem Jahrgang konnte er aber trotzdem eine Bronze und eine Silbermedaille aus dem Wasser fischen. 

Für Agnes Reiser ( 2009) lief es leider ebenfalls nicht so rund wie erwartet. Die starke Sprinterin konnte ihre Bestleistungen auf der kurzen Freistil und Rückenstrecke nicht abrufen. Sie kämpfte, auch mit verrutschter Brille, wirklich um jede Hundertstel Sekunde bis zum Anschlag.

Paula Jonas (2010) überzeugte auf ihren Paradestrecken 50m und 100m Rücken. Hier belohnte sie sich mit einer persönlichen Bestleistung (100m Rücken 1:26,13 min ) und einer Saisonbestleistung (50m Rücken).

Auch Alissa Bader ( 2009) punktete auf ihren Lieblingsstrecken 100m und 50m Freistil mit zwei Saisonbestzeiten. Sie sprintete auf einen starken vierten Platz über die 50m Freistil, die sie in 0:23,16 min finishte.

Ida Striegel (2011) durfte sich vor allem am ersten der beiden Wettkampftage über drei persönliche Bestzeiten freuen. Am Sonntag gelang ihr dann auch noch der Sprung aufs Podium. Über die 200m Brust wurde Ida Dritte und gewann die Bronzemedaille.

Auch Antonia Scheibelberger und Hannah Sander (beide 2012) und unverkennbar im Wettkampf immer als Dreierteam mit Ida unterwegs, lieferten ab.

Antonia gelangen ebenfalls wie Hannah, drei persönliche Bestzeiten, wobei vor allem die 100m Rücken in 1:27,10 min erwähnenswert sind. Hannah durfte beim Hauptwettkampf der Saison eine neue 100m Freistilbestzeit feiern. Das ist besonders erfreulich, da sie die Qualizeit erst kurz zuvor erschwamm.

Mia Großhauser , sowie Anastasia Chochlow (beide 2010) starteten beide nur am Sonntag.

Mia konnte zwar keine neuen Bestzeiten erreichen, fischte sich aber mit einer guten Leistung die Bronzemedaille über die 200m Freistil aus dem Wasser. Anastasia gelangen drei Saisonbestzeiten und zweimal durfte sie sich über den Titel der Mittelfränkische Meisterin im Jahrgang 2010 freuen.

Sowohl über die 200m Freistil , als auch über die 100m Schmetterling war sie die schnellste Schwimmerin ihres Jahrgangs im Bezirk . Herzlichen Glückwunsch!!!

Das Nachwuchsleistungsteam konnte ebenfalls sehr stolz auf die erreichten Leistungen sein.

Acht Schwimmer und Schwimmerinnen konnten sich aus der von Jörg Gierer betreuten Mannschaft für die Meisterschaften qualifizieren.

Mit einem Start am Samstag Nachmittag über 100m Freistil absolvierte Yannick Böhrer (2014) seine ersten Bezirksmeisterschaften. Er schlug in einer neuen Langbahnbestzeit von 01:22,17 min an. Bedenkt man, dass Yannick erst letztes Jahr ins Schwimmtraining eingestiegen ist, muss man seine Leistung umso höher hängen.

Mittlerweile schon ein alter Hase im Wettkampfgeschehen ist Leon Langer (2015). Er kam im Verlauf des Wochenendes immer besser in Schwung und wirbelte das Erlanger Wasser ziemlich auf. Bei sechs Starts gelangen ihm vier persönliche Bestzeiten. Allein an der Reaktionszeit auf dem Startblock darf noch gearbeitet werden.

Unser jüngster männlicher Schwimmer am Start hieß Philipp Siegert (2016). Er hatte ein straffes Wettkampfprogramm mit acht Starts zu absolvieren. In seinem stark besetzten Jahrgang und gegen eine übermächtige Konkurrenz der großen Schwimmvereine aus der Region zeigte Philipp sein ganzes Können mit sechs neuen Bestzeiten. Vor allem über die 200 m Freistil ließ er in 3:13,28 min aufhorchen.

Ganz hervorragend war auch der Auftritt von Henri Malinowski (2013). Er deutete schon in den letzten Qualifikationswettkämpfen an, dass er sich zu einem absolutem Wettkampftyp entwickelt. Ihm gelang es bei jedem Start sein Potenzial abzurufen und so belohnte er sich zusätzlich über die 50m Schmetterling mit einer geschwommenen Zeit von 0:40,93min mit der Bronzemedaille. Dabei ist Henri auch erst seit einem Jahr im Schwimmtraining aktiv. 

Lia Großmann (2012) machte an diesem Wochenende einen Spagat zwischen bayerischen Meisterschaften der DLRG in Zirndorf am Sonntag, sowie Bezirksmeisterschaften der Schwimmer am Samstag. Lia bestätigte ihre bisherigen guten Leistungen der Saison, konnte aber keine wesentlichen Zeitverbesserungen erreichen.

Besonders erfreulich war es für Emily Heinzelmann (2013) sich mit drei Strecken für die Meisterschaften zu qualifizieren. Mit viel Trainingsfleiß hatte sie sich zu den Leistungen geschwommen , die sie am Wochenende im Erlanger Wasser bestätigen konnte. Auch Emi buchte für sich drei neue Bestzeiten ein.

Die beiden Freundinnen Nele Erdorf und Marlene Lange (2015) waren zum ersten Mal auf mittelfränkischer Ebene am Start. Leider wurde Nele nach dem ersten Wettkampftag krank und konnte deshalb auch nicht zu 100 Prozent ihre Leistung abrufen. Trotzdem platzierte sie sich am Samstag zweimal unter den Top Ten ihres Jahrgangs.

Marlene hingegen freute sich über vier neue Bestzeiten. Sie motivierte sich vor jedem Start aufs Neue und feuerte mindestens genauso euphorisch ihre Teammitglieder an. Bei so vielen positiven Vibes im Wasser und am Beckenrand sprang der Funke natürlich aufs Team über und befeuerte alle nochmal das Beste aus sich rauszuholen. Nebenbei gab es einen tollen 8. Platz für Marlene über 50 m Brust.

Wer jetzt richtig mitgezählt hat, merkt dass zwei Aktive noch nicht erwähnt wurden.

Das ist zum einen unsere jüngste Schwimmerin Jule Rückert (2018). Jule schwamm nur zweimal am Samstag, da in ihrem Jahrgang noch Streckenbegrenzungen gelten. Mit viel Ehrgeiz nahm sie ihr Herz in die Hand und zauberte zwei schnelle Läufe über 50m Brust und 100m Rücken ins Wasser. Zum Podest reichte es noch nicht ganz, aber für Jule gibt es noch viel Luft nach oben.

Der Schlussabschnitt soll aber unserer erfolgreichsten Vereinsschwimmerin gewidmet werden. 

Isabela Vassu (2009):

Mit ihrem stets bescheidenen, motivierten und ehrgeizigen Auftreten, ist sie der Traum eines jeden Trainers. Isabela war für insgesamt 11 Strecken qualifiziert. Bei drei Strecken (50m Freistil, 50m Schmetterling und 50m Rücken) erreichte sie das Finale der besten Schwimmerinnen der Jahrgänge 2009-2013. Insgesamt sprang Isa an diesem Wochenende also 14 mal in Becken.

Sie freute sich zweimal über den Titel Mittelfränkische Meisterin über 50m Rücken und 200m Freistil in der Jahrgangswertung. 

Viermal ließ sie sich die Silbermedaille um den Hals hängen (200m R, 100m S, 50m F, 100m B) und Viermal glänzte es Bronze für Isa (50B, 100R,50s, 100F). Außerdem konnte sie bei ihrem letzten Start in der Finalwertung der schnellsten Freistilschwimmerinnen den 3.Platz ersprinten.

Nebenbei stellte sie noch sechs interne Vereinsrekorde auf und das Alles mit zwei Trainingseinheiten pro Woche.

Für Isa gibt es deshalb noch ein Saisonhighlight - sie startet bei den bayerischen Meisterschaften in Würzburg. Vielen Dank Isa für deine Performance!

Am Ende konnten aber alle Aktiven stolz auf ihre Leistungen sein. 

Mit vielen guten Platzierungen, persönlichen Bestzeiten und jeder Menge Teamgeist im Gepäck traten unsere Schwimmerinnen und Schwimmer die Heimreise an – motiviert, auch die kommenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

Anke Gierer