Erfolgreiches Wochenende für die „Zweite“

Erstellt von Markus Burkhardt | | Badminton

Drei Punkte – mit dieser fast perfekten Ausbeute starten die Zirndorfer in die Aufholjagd, um den Klassenerhalt noch zu schaffen.

TSV 72 Kleinschwarzenlohe - TSV 1861 Zirndorf II 4:4 (11:8)

Mit schwierigen Bedingungen mussten sich bereits Aron Mohr/Matthias Ganzleben im ersten Herrendoppel auseinandersetzen. Der Heimvorteil der ungewohnt niedrigen Halle in Wendelstein war schon in der vergangenen Saison ein Riesenproblem für die Zirndorfer. Dementsprechend deutlich verloren sie auch in dieser Begegnung gegen Kleinschwarzenlohe den ersten Satz mit 13/21. Doch im Gegensatz zum letzten Jahr erwischten die beiden Zirndorfer Herren im 2. Satz einen besseren Start und konnten geschickt ihr Spiel an Halle und Gegner anpassen. Nachdem dieser Satz mit 21/16 an die Gäste ging, lag eine kleine Überraschung in der Luft. Mohr/Ganzleben konnten sich auch im Entscheidungssatz einen kleinen Vorsprung herausarbeiten und immer gezielter die gegnerischen Schwächen nutzen. Verdient gewannen sie den Satz somit mit 21/16. Richtig knapp war es im 2. Herrendoppel. Markus Burkhardt und Philipp Krenzer zeigten trotz 20/16-Führung im 1. Satz Nerven und verloren unglücklich nach mehrmaliger Verlängerung mit 23/25. Ähnliches Spiel im 2. Satz: teils überlegen, leisteten sie sich abwechselnd immer wieder Phasen mit zu vielen Fehlern. Somit ging auch der 2. Satz mit 21/18 an die Heimherren.

Richtig spannend war es im Damendoppel nur im 1. Satz. Dabei zogen die Zirndorfer Damen Astrid Schneider/Christine Domjanic nach anfänglichem deutlichem Rückstand nur ganz knapp mit 20/22 den Kürzeren. Doch jetzt lief es bei den Gastspielerinnen. Mit großer Übersicht und Laufbereitschaft ließen sie den Gegnerinnen bei 21/12, 21/16 in den beiden Folgesätzen keine Chance und sorgten erneut für die Zirndorfer Führung zum 2:1. Weniger Glück hatten Aron Mohr (1. Herreneinzel) und Matthias Ganzleben im 2. Herreneinzel. Dabei zeigte sich doch, dass durch ihr auf eine hohe Halle ausgelegtes Spiel gewisse Automatismen nicht schnell genug abgelegt werden konnten. Somit kamen die Heimherren beim 21/16, 21/10 (Mohr) bzw. 21/10, 21/17 (Ganzleben) nicht sehr oft in große Bedrängnis. Noch schlechter lief es überraschend für Philipp Krenzer beim 7/21, 11/21 im dritten Herreneinzel.

Dementsprechend sah es nach dem 2:4 nach Spielen vor dem Dameneinzel und dem Mixed bereits nach einer erneuten Niederlage der Zirndorfer aus. Die Hoffnung am Leben erhielt Christine Domjanic im Dameneinzel. Mit gewohnt guter läuferischer Leistung und geschickter Umsetzung des Coachings von außen reagierte sie gut auf taktische Änderungen im Spiel ihrer Gegnerin und konnte somit mit 21/12, 17/21 und 21/15 den Anschlusspunkt für die Gäste erzielen. Damit lag es am Mixed mit Astrid Schneider/Markus Burkhardt. Hier zeigte sich die Erfahrung von Astrid Schneider, die in den entscheidenden Momenten die nötige Ruhe ausstrahlte. Dementsprechend konnten die Zirndorfer mit 21/15, 21/16 die Oberhand behalten und den ersten Punkt in der Saison mit nach Hause nehmen.

 

TSC Neuendettelsau - TSV 1861 Zirndorf II 3:5 (9:11)

Frisch motiviert durch den 1. Punktgewinn am Vortag gingen die Zirndorfer bei tollen Hallenbedingungen in die Begegnung gegen den bisher stark aufspielenden Aufsteiger. Doch diesmal sollten die Zirndorfer einen Sahnetag erwischen. Bereits im 1. Herrendoppel zeigten Matthias Ganzleben/Aron Mohr beim 21/15, 21/17 eine starke Leistung. Nachdem im 2 Herrendoppel Markus Burkhardt/Philipp Krenzer wieder knapp den 1. Satz mit 22/24 verloren hatten, konnten sie diesmal jedoch mit Glück und spielerischem Können die beiden folgenden Sätze (21/19, 21/16) zur 2:0-Führung für die Zirndorfer veredeln. Genauso gut lief es bei den Damen Astrid Schneider/Christine Domjanic: sie erkämpften sich beim 21/18, 21/16 bereits den 3. Punkt für die Gäste.

Eine extrem starke Leistung und ein super Spiel zeigte Aron Mohr im 1. Herreneinzel. Nach verlorenem 1. Satz (16/21) gab er nie auf und kämpfte sich ins Spiel zurück. Besonders sein läuferischer Einsatz zeigte in den beiden anschließenden Sätzen Erfolg. Somit konnte er mit 23/21, 21/15 bereits den 4. Punkt für die Zirndorfer holen. Das sollte jedoch vorerst der letzte Punkt für die Gäste sein.

Gegen eine starke und taktisch sowie technisch gut geschulte Gegnerin hatte Christine Domjanic ausnahmsweise nicht viele Chancen. Somit musste sie das Spiel mit 8/21, 19/21 abgeben. Ähnlich erging es nach äußerst knappem Satz Philipp Krenzer im 3. Herreneinzel. Nach seinem 20/22, 10/21 standen somit nur noch das Mixed und das 2. Herreneinzel aus. Gut zurück ins Spiel fanden Astrid Schneider und Markus Burkhardt nach verlorenem 1. Satz (17/21). Dabei fing vor allem Astrid Schneider ein ums andere Mal die Angriffe der Gegner ab und punktete direkt. Als auch noch Markus Burkhardt die direkten Schlagduelle gegen den Herren aus Neuendettelsau immer wieder für die Zirndorfer entscheiden konnte, sah es bis Mitte des 3. Satzes nach einem Zirndorfer Sieg aus. Jedoch leisteten sich Schneider/Burkhardt dann eine Schwächephase, die das Heimteam zum 15/21, 21/18 nutzte.

Somit lag es im 2. Herreneinzel an Matthias Ganzleben, den schon sicher geglaubten Punkt für die Gäste zu holen. Gegen den jüngeren Gegner setzte er auf seine Spielroutine und konnte mit ein wenig Glück den ersten Satz mit 23/21 gewinnen. Im hart umkämpften 2. Satz jedoch setzte sich sein Gegner, Dominik Meyer, mit leichtem läuferischem Übergewicht knapp mit 21/16 durch. Unter den Augen von tobenden Zuschauern entwickelte sich nun ein extrem spannendes Spiel. Nachdem Ganzleben sich beim Stand von 18/16 einen kleinen Vorsprung herausarbeiten konnte, sah er schon wie der Sieger aus. Jedoch konnte Meyer unter dem Jubel der Neuendettelsauer noch zum 18/18 ausgleichen. Die nächsten drei Ballwechsel ließ Ganzleben jedoch nichts mehr anbrennen und kämpfte sich zum 21/18-Sieg und somit dem ersten Saisonerfolg für die Zweite.

Am letzten Hinrundenspieltag sind am 28. November die Zirndorfer beim Tabellennachbarn und Aufsteiger Stein zu Gast und hoffen somit auf einen versöhnlichen Hinrundenausklang.